Jugendliche knacken Sprachrätsel an Linguistik-Olympiade
Sprechen Sie “Hakhun” oder “Nenets”? Wahrscheinlich nicht. Die zwölf Champions der Linguistik-Olympiade können sich auch nicht in diesen seltenen Sprachen unterhalten. Trotzdem haben sie erfolgreich Prüfungsaufgaben dazu gelöst - nur mit logischem Denken und Sprachgefühl. Letzte Woche bereiteten sich die jungen Talente in Les Diablerets auf die internationale Runde in Rumänien vor.
Am 28. Februar nahmen rund 100 Jugendliche am Finale der Schweizer Linguistik-Olympiade an der Universität Bern teil. Nun ist bekannt, wer die je vier Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gewonnen hat. (Quelle: Linguistik-Olympiade)
Die Top 8 verbrachten das Auffahrtswochenende in einem Vorbereitungscamp im verschneiten Les Diablerets, zu dem auch die Bronze-Gewinner*innen eingeladen waren. Dort fand auch die offizielle Medaillenvergabe statt. (Quelle: Linguistik-Olympiade)
Vincent von Planta (1. von links), Gavriel Harvey (2. von rechts) und Sophia Cojocaru (3. von links) durften schon letztes Jahr an der Internationalen Linguistik-Olympiade teilnehmen, damals in Taiwan. (Quelle: Linguistik-Olympiade)
Gavriel Harvey. (Quelle: Philosophie-Olympiade)
Elihu Bao gewann dieses Jahr bereits Gold bei der Wirtschafts-Olympiade. (Quelle: Young Enterprise Switzerland)
Hanna Balmer. (Quelle: Privat)
Sophia Cojocaru bei einem Workshop der Schweizer Linguistik-Olympiade. (Quelle: Claudia Christen)
Sie gewann dieses Jahr auch am Finale der Philosophie-Olympiade Bronze: Amélie Rocher. (Quelle: Filipa Lüthy)
Er nahm dieses Jahr auch am Finale der Biologie-Olympiade teil: Hugo Deutsch. (Quelle: Biologie-Olympiade)
Am 28. Februar nahmen rund 100 Jugendliche am Finale der Schweizer Linguistik-Olympiade an der Universität Bern teil. Nun ist bekannt, wer die je vier Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gewonnen hat:
Rang
Name
Schule
Wohnort
Gold und beste Lösung "Nenets" und "Hakhun"
Vincent von Planta
Gymnasium Freudenberg (ZH)
Zürich (ZH)
Gold und beste Lösung "Hakhun"
Gavriel Harvey
Kantonsschule Uetikon am See (ZH)
Männendorf (ZH)
Gold und beste Lösung "Hakhun"
Elihu Bao
Kantonsschule Wettingen (AG)
Wettingen (AG)
Gold und beste Lösung "Gebärdensprache"
Hanna Balmer
Kantonsschule Zürich Nord (ZH)
Zürich (ZH)
Silber
Matteo Borger
Collège Claparède (GE)
Vandoeuvres (GE)
Silber
Alicia Spirig
Gymnasium Friedberg (SG)
Brunnadern (SG)
Silber
Sophia Cojocaru
Kantonsschule Uetikon am See (ZH)
Männendorf (ZH)
Silber
Zoé Faller
Gymnase de la Cité (VD)
Lausanne (VD)
Bronze
Hugo Deutsch
Liceo Cantonale Di Lugano 1 (TI)
Lugano (TI)
Bronze
Lena Kochs
Gymnasium am Münsterplatz (BS)
Basel (BS)
Bronze
Amélie Rocher
Gymnase de la Cité (VD)
Chavannes-près-Renens (VD)
Bronze
Jan Staerkle
Kantonsschule Hohe Promenade (ZH)
Forch (ZH)
Beste Lösung “Maltesisch”
Laetitia Orglmeister
Kantonale Mittelschule Uri (UR)
Flüelen (UR)
Beste Lösung “Cham”
Sybille Péquignot
Lycée-Collège des Creusets (VS)
Arbaz (VS)
Vincent von Planta, Gavriel Harvey und Sophia Cojocaru durften schon letztes Jahr an der Internationalen Linguistik-Olympiade teilnehmen, damals in Taiwan. Dieses Jahr werden sie Ende Juli nach Bukarest reisen, zusammen mit den restlichen Gewinner*innen der Gold- und Silbermedaillen. Die Top 8 verbrachten das Auffahrtswochenende in einem Vorbereitungscamp im verschneiten Les Diablerets, in das auch die Bronze-Gewinner*innen eingeladen waren. Dort fand die offizielle Medaillenvergabe statt, nachdem die Resultate im April per E-Mail verkündet worden waren.
Von den Teilnehmenden der Linguistik-Olympiade wird nicht erwartet, dass sie das Vokabular seltener Sprachen kennen oder sich in Gebärdensprache verständigen können. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, durch analytisches Denken anhand von wenigen Hinweisen den Aufbau einer fremden Sprache zu durchschauen.
Über uns
Die Wissenschafts-Olympiade fördert Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Jedes Jahr gibt es 11 Olympiaden und etwa 10’000 Teilnahmen: Workshops, Lager und Prüfungen in Astronomie, Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Die Organisatoren sind junge Forschende, Studierende oder Lehrpersonen, die freiwillig viele Stunden und Herzblut in das nationale Programm investieren. Die besten Teilnehmenden vertreten die Schweiz an internationalen Wettbewerben.
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